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7. August 2017

LACKphabet | P wie Pflege

Neue Runde, neuer Buchstabe, das LACKphabet geht mit dem P wie Pflege in eine neue Runde, und ich vermute, dass dies ein Thema ist, dass viele interessiert, also macht’s euch gemütlich, es folgt jede Menge Text.

Zunächst mal darf ich euch heute wieder einen Gast präsentieren, und zwar die liebe Annika aka Anni von buntlackiert. Dadurch, dass sie gar nicht mal so ultra weit weg wohnt, durfte ich sie sogar schon ein paar Mal öfter treffen, und ich kann euch sagen, das war jedes Mal das reinste Vergnügen! So ein positiver und gut gelaunter Mensch steckt einfach an.

Jetzt aber zu meiner Pflegeroutine, im Vorfeld darf natürlich das Entfernen von Nagellack nicht fehlen, dazu kann ich zufällig auch schon einen Post aus der LACKphabet Reihe ans Herz legen: N wie Nagellackentferner.

Falls euch der Ablauf übrigens bekannt vorkommt, könnte das daran liegen, das vieles davon von Steffi von frischlackiert abgekupfert ist, ihre Pflegeroutine könnt ihr hier nachlesen.

Oben seht ihr ein „Vorher“ Bild, ich hatte Glück und nicht die schlechtesten Fingerchen, dennoch konnte ich euch ein paar Schwachstellen zeigen, denen ich entgegen wirken wollte: Besonders an der Nagelhaut stehen viele trockene Hautstellen ab, auch am Nagel selbst haben sich leichte Gebrauchsspuren gezeigt (Mittelfinger) und insgesamt ist die Nagelhaut leicht trocken.

Tools für Perfekte Nägel

Oben seht ihr den Inhalt meiner Pflege-Routine, die einzelnen Produkte und die Anwendung werde ich euch im Folgenden Schritt für Schritt erklären und natürlich sind alle Produkte für eure eigenen Bedürfnisse austauschbar.

Step 1: Trockene Nagelhaut entfernen

Der erste Schritt ist direkt optional, weil er auch etwas kniffelig ist. Ich schneide die trockenen, abstehenden Hautreste mit einer Nagelhautschere weg. Die unschöne Variante ist das ziehen an solchen Stellen, wonach man meist den halben Finger in der Hand hat 😀 :
Nagelhaut Meme

Meine Nagelhautschere ist übrigens aus der Drogerie von Wilkinson und kostet um die 10 €, ihr solltet schon in eine scharfe Schere investieren, denn sonst habt ihr wieder das Problem, dass ihr eher zieht, anstatt zu schneiden.

An das Schneiden wage ich mich nur einmal in der Woche ran, oder wenn es wirklich mal akut sein sollte. Seid dabei unbedingt behutsam und vorsichtig, legt am besten beide Hände ruhig ab, sodass ihr nicht versehentlich zu tief schneidet.

Wenn ihr da nicht die größten Beschwerden habt, könnt ihr der Nagelhaut auch mit dem folgenden Schritt gut Herr werden.

Step 2: Nagelhaut zurückschieben

Auch hier muss ich sagen, dass ich etwas gesegnet bin, meine Nagelhaut ist noch nie besonders stark auf den Nagel gewachsen, sodass mir dieser Schritt einmal in der Woche oder auch mal alle zwei Wochen reicht.

Um die Nagelhaut gut zurückschieben zu können, trage ich um die gesamte Nagelhaut den Instant Cuticle Remover von Sally Hansen (um die 5€ von Amazon), der macht die Haut weich und geschmeidig und löst sie etwas an.

Dann könnt ihr die Nagelhaut mit einem Rosenholzstäbchen oder einem Metall Tool zurückschieben (Cuticle Pusher aus dem Bornprettystore), auch dabei ist Vorsicht geboten, da man gerade mit dem Metall Tool den eigenen Nagel verletzen kann, also für Anfänger ist eher das Rosenholzstäbchen zu empfehlen.

Step 3: Kürzen und Formen

Zum Kürzen meiner Nägel verwende ich immer eine Papierfeile, weil das etwas schneller und effektiver geht, als mit einer Glasfeile, welche ich so zum nachfeilen und formen verwende.

Meine Papierfeile* ist von German-Dream-Nails (Feile via GND), die Glasfeile stammte aus einer örtlichen Apotheke.

Als Tipp falls ihr ungleiche Nagelbetten haben solltet, könnt ihr gern noch mit Lack auf dem Nagel kürzen, dann könnt ihr die Länge besser abstimmen.

Nachdem ich meine Nägel auf die gewünschte Länge gekürzt habe, geht es um die Form. Ich feile meine Nägel immer leicht von den Seiten her, sodass sie weniger „schaufelig“ aussehen, sie bekommen so eine schlankere Erscheinung. Dabei feile ich immer zur Nagelspitze hin, hier wird nicht hin- und hergeraspelt.

Ich versiegele das gefeilte Ergebnis immer kurz. Wenn ich nach dem Kürzen über euren Nagel fasst, könnt ihr vielleicht fühlen, dass der Rand sich anfühlt, als würde er hochstehen. Das tut er in gewisser weise auch, denn mit den rauen Feilen splittert ihr quasi den Nagel auf. Um zu verhindern, dass dieses splittern den Nagel beschädigt gehe ich einmal von oben über die Nagelspitze, danach dürftet ihr nichts mehr fühlen. Auch dabei geht die Bewegung nur in Richtung der Nagelspitze, also hier nach dem Bild von oben nach unten.

Step 4: Mit Pflege zu gesunden Nägeln

Je nachdem, wie stark beansprucht eure Nägel sind, benötigen sie hin und wieder Pflege. Dazu gibt es verschiedene Wundermittel. Ich verwende gern das TRIND Nailbalsam (ca. 15 € via Amazon), wenn meine Nägel eher ausgetrocknet und spröde scheinen, für die richtig harten Probleme mit splitternden, kaputten Nägeln habe ich Sililevo*, einen Pflegelack, der als Kur aufgetragen zu gesunden Nägeln führt. Man bekommt es in Apotheken und der Lack hat mir wirklich über meine immer wieder aufsplitternden Nägel hinweggeholfen.

Für meine Routine im Moment reicht mir der Trind Nailbalsam, den trage ich auf den Nagel auf, lasse es ca. zwei Minuten einwirken und massiere dann die Reste, die nicht in den Nagel eingezogen sind, mit meinem Finger in die Nagelhaut ein.

Auch dieser Schritt ist natürlich optional, aber wirklich zu empfehlen, wenn ihr euren Nägeln aus der Tiefe heraus helfen wollt.

Step 5: Schutz und Vorbereitung für die Maniküre mit Base-Coat

Viele Leute fragen sich sicher, warum man einen Basecoat tragen sollte, und ja, auch ich trage nicht immer einen, aber das sind Ausnahmen, denn ein pflegender Unterlack ist wirklich ein Muss. Er schützt euren Nagel vor Verfärbungen und Austrocknen, er pflegt den Nagel und gibt im Kraft, er bietet eurer Maniküre einen ebenen Untergrund – muss ich noch mehr sagen?!

Zurzeit teste ich den sehr gehypten ANNY Liquid Nails (ca. 20 € via Douglas), der mit flüssigen Nagelbestandteilen angereichert sein soll. Bei besonders weichen Nägeln mag ich auch den Microcell Lack sehr gern.

Beim Auftrag vom Basecoat solltet ihr darauf achten, die Nagelspitze die wir zuerst schon mit der Feile versiegelt haben, auch mit dem Basecoat zu ummanteln.

Step 6: Nagelhaut Pflegen

Mit den Nägeln sind wie soweit durch, es folgt die Nagelhaut, auch die möchte mit Feuchtigkeit und Pflege versehen werden, dazu verwende ich entweder den Hand & Nail Balm von Martina Gebhard (ca. 10 € via Amazon) oder einen Ölstift* von Different Dimension.

Der Stift kommt schon in Pinselform und lässt sich so präzise verteilen, den Nailbalsam trage ich mit einem angeschrägten auf.

Überschüssiges Öl könnt ihr nach einiger Zeit zum einziehen wieder in die Nagelhaut einmassieren.

Wusstet ihr, dass auch unter dem Nagel Nagelhaut existiert? Nein? Naja, jetzt schon, und das bedeutet auch, dass ihr auch diese pflegen solltet und dort auch immer eure Pflege aufgeben solltet, egal welche Pflege ihr verwendet.

Finale

Tadaa! Ihr habt es fast geschafft, dort oben seht ihrs schon mein „Nachher“ Ergebnis, ich denke das kann sich sehen lassen.

Extra Pflege: Schön im Schlaf

Ihr braucht noch etwas mehr? Dann hier der ultimative Tipp: Tragt eine dicke Schicht fettiger Creme (zum Beispiel die von p2, Alternativ: Lemony Flutter von Lush) auf, dazu etwas Nagelpflege (hier das CND Resche RXx* – Sample vom Blogger-Club; Alternativ: nail butter) und rein mit euren Händchen in Baumwollhandschuhe (die gibt es für 1-2 € in jeder Drogerie). Am nächsten Morgen habt ihr die feinsten Händchen der Welt.

Jetzt bin ich aber mehr als gespannt auf die Pflege von Annika, also spitzt die Bleistifte und klickt dort rein für mehr Tipps und Tricks. Natürlich steht euch die Galerie wieder offen, ich bin gespannt auf eure liebsten Pflege-Helfer.

In zwei Wochen also am 21.08.2017 ist dann das Q an der Reihe, und da fiel mir partout nichts anderes ein, als Querstreifen. Aber ich hoffe ihr macht bei dem Thema weiter so fleißig mit.


Eure Jasmin
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3 Kommentare

  • Annika Buntlackiert

    Ach Du, danke für die lieben Worte ♥

    Ich sehe, in den allermeisten Punkten sind wir uns sehr einig! Ich pflege glaube ich insgesamt eher weniger als Du (Faulheit siegt :D), aber die Grundzüge sind auf jeden Fall die gleichen. Und ich weiß, was ich in meinem Post noch unbedingt ansprechen wollte, aber jetzt doch vergessen habe: Die Wichtigkeit eines Base Coats. Gut, dass Du das so schön gemacht hast 🙂

    7. August 2017 at 13:34 Antworten
    • Jasmin

      Und ich habe die gute alte Handcreme vergessen, aber gerade deswegen ist so ein Gast und hoffentlich viele Beiträge, dann kann man sich aus allem das Ideale zusammen suchen 😀
      Nochmals DANKE!

      7. August 2017 at 14:05 Antworten
  • Julia

    Den ANNY-Basecoat will ich auch unbedingt testen – habe einen Douglas Gutschein zum Geburtstag bekommen und werde ihn wohl unter anderem dafür nutzen 🙂 Ansonsten sind unsere Routinen was die Schritte angeht doch recht ähnlich, nur die Produkte unterscheiden sich 😉 Am Ende sehen deine Nägel aber wirklich toll aus!!
    Liebe Grüße, Julia

    14. August 2017 at 23:50 Antworten
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