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1. Mai 2017

LACKphabet | I wie Indies und Inhaltsstoffe

Heute habe ich beim LACKphabet ganz dreist mal zwei Themen zusammengefasst, nämlich Indies und Inhaltsstoffe, denn irgendwie haben die beiden ja auch doch etwas miteinander zu tun.

Die perfekte Ergänzung in Sachen Indie ist Lotte von Marzipany, denn sie ist eine der ersten Bloggerinnen, durch die ich überhaupt auf Indie Lacke aufmerksam geworden bin. Außerdem hat sie die wahrscheinlich größte Auswahl ever – und jeder Suchti würde gern mal einen Tag mit ihren Nagellacken verbringen.

Part I: Indies

Definition

Indie hat seinen Namensstamm in Individuell, denn es sind Lacke, die zum Teil in kleinen Stuben von ein paar Macherinnen selbst gemixt werden. Sie sind zumeist Unikate bzw. werden nur in geringen Stückzahlen produziert. Einen tollen Post zu dem Thema hat die liebe Marina von dirndllackiert hier schon mal geschrieben.

Indies zweier Klassen?!

Unter den Indies kann man in zwei Klassen unterscheiden: die ersten, die „echten“ Indies, sind jene, die wie oben erzählt in kleinen Chargen handgefertigt sind und zumeist nur in Kollektionen veröffentlicht werden, es gibt kein „Standardsortiment“. Die Lacke werden oft über einen eigenen kleinen Online Shop vertrieben. Klassische Beispiele hierfür sind zum Different Dimension, Illyrian und weitere.

Darüber hinaus gibt es Marken, die aus dem Indie Bereich kommen, jedoch so stark gewachsen sind, dass die Unternehmensstruktur weit über den kleinen Rahmen hinaus gegangen sind. Ein kleiner Versand von zu Hause und der kleine Online Shop reichen einfach nicht mehr aus, solche Firmen haben sich dann entschieden, maschinell abzufüllen und auf große Vertriebspartner zurückzugreifen. Als Beispiel hierzu fällt mir als erstes piCture pOlish ein, die Lacke sind schon stark verbreitet, haben aber noch nichts von ihrem Reiz verloren.

Dies ist übrigens ein kleiner Einblick in meine Holo Schublade…ich hoffe, dass meine Schätze bald einen angemesseneren Platz bekommen 🙂

Wo wir schon von Reiz sprechen…

Aber was macht sie jetzt so besonders, so geliebt und so gehypt diese Indies?

Zunächst einmal sind sie schlicht und einfach rarer, und alles was man nicht haben kann, will man haben. Denn wie oben erwähnt gibt es meist nur Kollektionen, die kurz zu kaufen sind, danach hat man die Chance verpasst und kommt oft nur schwer an die Lacke.

Aber der wahre Punkt liegt in den besonderen Fähigkeiten der Indies. Sie trauen sich mehr, als Drogerie Produkte, und sind zum Beispiel für den Holo Trend verantwortlich, denn auch Holo Lacke stammten zuerst nur aus dem Indie Bereich. Außerdem gibt es Flakies, Thermos, Multi- oder Duochrome Lacke und all diese besonderen Finishes bekommt man einfach nur bei Indies.

All diejenigen die einen Indie besitzen wissen genau von was ich rede. Die Farben entlocken jedes mal ein „Ooooh“ und lassen das Nagellackherz Purzelbäume schlagen.

Mit diesen Worten hat Marina die Schönheit der Indies so passend beschrieben.

Part II: Inhaltsstoffe

Wer es bis hier her geschafft hat, muss nun noch den etwas „theoretischeren“ Teil durchhalten.

Ehrlich gesagt bin ich auch nicht der allergrößte Chemiker, ich verlasse mich darauf, dass die strengen Regeln in Deutschland uns schon davor retten, dass unsere Finger abfallen 😀

Ich weiß aber, dass es 3-free, 5-free und sogar 7-free Lacke gibt. Das bedeutet, dass auf einige Inhaltsstoffe verzichtet wird, die zum Beispiel im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. 7-free bedeutet sogar, dass die Lacke tierversuchfrei und vegan sind.

Zu den Inhaltsstoffen möchte ich euch direkt an Alina verweisen, sie hat in dem Post „Allgemeinwissen – Inhaltsstoffe“ folgendes über die einzelnen Stoffe geschrieben (die ersten drei Stoffe sind in 3-free ausgeschlossen, bei 5-free wird auf alle der folgenden Stoffe verzichtet):

Toluen ist eine Flüssigkeit mit dem Geruch von Lackverdünner. Durch das Einatmen oder Kontakt mit der Haut kann es zu Irritationen dieser führen. Außerdem kann es, durch das Einatmen von hohen Mengen, schädlich für das Nervensystem sein und zu Schwindel und Übelkeit führen. Toluen kann außerdem zu Geburtsdefekten und Entwicklungstörungen an Kindern während der Schwangerschaft führen bei ausgedehntem Kontakt damit.
Findet sich in den Inhaltsangaben auch unter folgenden Bezeichnungen Toluol, Methylbenzen oder -benzol, Phenylmethan, Anisen, Retinaohtha. (ich gebe mir hier wirklich Mühe, aber ob die Namen zu 100% richtig geschrieben sind kann ich nicht versprechen :-/ )

Dibutylphthalat ist ein häufig genutzter Weichmacher der mit Krebs in Verbindung gebracht wird. Auch wird diese Chemikalie wird mit Geburtsdefekten und Schädigungen des Erbguts in Verbindung gebracht, was durch Studien mit Labortieren belegt wurde.
Auch bezeichnet als Phthalat und -phthalat.

Formaldehyd ist eine Chemikalie die schon in kleinen Mengen toxisch ist. Die Dämpfe davon sind reizend und können zu Asthma und Atemwegserkankungen führen. Außerdem wird es direkt mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht.
In den Inhaltsangaben als Quanternium 15, Sodium Hydroxymehylglycinate und -urea, DMD-Hydantoin, Bronidox und Diazolidinyl bezeichnet.

Formaldehyd Harze sind eine abgeleitete Form von Formaldehyd und wird hauptsächlich für die Produktion von Beschichtungen und Klebstoffen genutzt. Es ist nicht so giftig wie Fomaldehyd selbst aber trotzdem ein Allergen und kann zum Beispiel zu Ekzemen fügen.
Es gibt sie in mehreren Formen, zum Beispiel Tetramethylol glycoluril, Dimethylol Glycol / -urea.

Campher kann in großen Dosen zu Krämpfen und Desorientierung führen. Es funktioniert als Abdeckung des Nagels. Es entzieht dem Nagel Nährstoffe und führt zu gelben Verfärbungen des Nagels.
Auch als Camphor bezeichnet.

Ich hoffe, dass ich euch hiermit einen kleinen Überblick bieten konnte, und jeder, der es bis hier her geschafft hat, verdient nicht nur einen imaginären Keks, sondern einen dicken fetten Cupcake.

Jetzt schaut zunächst noch bei Lotte vorbei, bevor ich euch hier in die Galerie schicke. Das nächste Thema für den 15.05. beginnt mit dem Anfangsbuchstaben J und das Thema lautet Jelly.


 photo Unterschrift_zpskixjizt5.png
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2 Kommentare

  • Marina

    Ein klasse Blogpost meine Liebe :* Sehr aufschlussreich und toll geschrieben 🙂 Ach ja und danke, dass du meinen Post erwähnt hast 😉

    1. Mai 2017 at 22:19 Antworten
  • Lotte

    Hach, in deine Sammlung würde ich mich aber auch gern mal stürzen 🙂

    LG Lotte

    2. Mai 2017 at 12:54 Antworten
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