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3. April 2017

LACKphabet | G wie Gradient

Mit dem G wie Gradient geht das LACKphabet in die nächste Runde und wer mich länger verfolgt, der weiß, dass ich ein großer Fan von Gradients bin, deshalb wollen wir jetzt mal versuchen, die Tipps und Tricks ein wenig zu durchleuchten.

Als Gast habe ich heute die liebe Annika von buntlackiert dabei, sie ist ein super herzlicher Mensch und ich durfte sie sogar schon mehrmals persönlich treffen, ich hoffe das wird bald wiederholt.

#Color Therapy

Das Gradient in dieser Woche habe ich mit ein paar Lacken von Sally Hansen erstellt. Da wurde vor ein paar Tagen die Box mit der neuen color therapy* Lacken zugeschickt. Beinhaltet hat die Box vier Farblacke, ein Öl und einen Topcoat. Die Lacke sind mit Arganöl versetzt und sollen daher den Nagel auch gleichzeitig pflegen, darum benutzt man auch keinen Basecoat unter diesen Lacken.

Halten sollen die Farben bis zu 10 Tagen, das kann ich für mein Gradient leider nicht behaupten, denn da haben sich leider schon nach zwei Tagen Abnutzungsspuren gezeigt.

Die Farben zeige ich euch hier mal kurz solo: 240 Primrose and Proper*, 320 Aura’nt You Relaxed?* und 290 Pampered in Pink*. Die Farben lassen sich gut lackieren, ich finde den langen Flaschenhals von Sally Hansen immer sehr gewöhnungsbedürftig aber sie sind dennoch nicht schlecht. Leider waren bei mir zwei Pinsel etwas ungenau zugeschnitten, wodurch der Auftrag erschwert wurde. Positiv ist aufgefallen ist mir aber der Duft, denn die Lacke riechen tatsächlich deutlich weniger streng.

Produkte

Für ein klassisches Gradient benötigt man auf jeden Fall Schwämme. Man kann natürlich verschiedene Schwämme benutzen, aber ich bleibe einfach bei denen vom Rossmann hängen, im Vergleich zu denen z. B. von ebelin sind die von Rossmann etwas weicher, was für einen weichen Übergang wichtig ist.

Alternativ kann man einen Verlauf zwischen den Farben auch zum Beispiel mit einer Fan-Brush erzeugen, ich werde in diesem Post aber nur auf den klassischen Verlauf eingehen.

Optional, aber nicht zu unterschätzen sind die kleinen Helferlein, also vor allem Latexmilch oder eine andere Art der Barriere. Die wird vor dem Gradient auf die Nagelhaut gegeben und schützt sie so vor all der Farbe. Das erspart einem nicht nur jede Menge Zeit, sondern der armen Haut auch jede Menge Strapazen.

Gradient Secrets – Step by Step

Für mich ist der erste Schritt immer eine dünne Schicht der hellsten Lackfarbe. Die eine dünne Schicht ist auch super schnell trocken und man kann schnell weiter machen. Ich habe mich für Sally Hansen 240 Primrose and Proper* entschieden, der auch nur eine mittlere Deckkraft hat.

Während der Lack trocknet, trage ich immer Latexmilch auf die Nagelhaut auf. Dabei achte ich auch darauf, dass wenn möglich etwas Latex in den Zwischenraum zwischen Lack und Nagelhaut läuft, genau dorthin wo nachher das Entfernen immer so kniffelig ist. Die Latexmilch ist trocken, wenn sie durchsichtig wird.

Jetzt geht es an den Schwamm! Auch wenn es euch lächerlich vorkommt, vertraut mir und versucht es wenigstens einmal: Schneidet den Schwamm in etwa auf die Größe eures größten Nagels zu. Dann habt ihr schon die größten Basics für das Gradient geschafft. So könnt ihr die Dimensionen eures Gradients besser einschätzen und auch die Größen der Farbbalken besser abmessen.

Jetzt geht es an die Farben. Ich benutze am liebsten drei Farben, mit einem mittleren Unterschied in der Helligkeit, damit gelingen die Übergänge am besten. Dabei achte ich darauf, dass ich die dunkelste Farbe als erstes auf den Schwamm auftrage und mich dann zu hellsten hinarbeite, dabei dürfen die Farben sich auch leicht überlappen. Auch hier habe ich die Sally Hansen Lacke verwendet: 290 Pampered in Pink*, 320 Aura’nt You Relaxed?* und wieder 240 Primrose and Proper*. Zudem habe ich gern die hellste Farbe am Nagelbett, und zwar einfach aus praktischen Gründen, denn das erspart auch wieder etwas Arbeit beim Clean Up.

Jetzt endlich sind wir beim Dab-Dab-Dab angekommen! Die ersten Farbschichten werden jetzt aufgetupft, ich tupfe meistens mit einer Schwammladung auf 2-3 Nägel, also ich hole zwei Mal Farben pro Hand. Macht euch auch keine Sorgen, wenn es jetzt noch total lahm aussieht und noch nicht viel zu sehen ist. Ein Gradient braucht Zeit und mindestens 3 Durchgänge.

Für einen weichen Übergang ist es übrigens auch ein super Tipp, euren Schwamm auf der Länge des Nagels leicht Auf- und Abzubewegen. So erreicht ihr es, dass die Farben weich ineinander verlaufen. Es tut mir gerade total leid, dass ich euch das mit Worten einfach nicht besser beschreiben kann 🙂

Jetzt geht es langsam in die Endzone, die Latexmilch darf abgezogen werden. Jetzt ist vermutlich dennoch ein wenig Clean Up nötig, darüber haben wird ja schon beim LACKphabet gesprochen, also schaut gern vorbei. Nach dem Clean Up wird sich die Haut über Pflege freuen, dazu habe ich das Öl* aus der Color Therapy Reihe benutzt, das hat einen kurzen Pinsel, den ich aber gerade für Öl super angenehm finde. Auch den kaum vorhandenen Duft mag ich sehr.

Was bei keinem Design fehlt, ist Topcoat. Der lässt die Farben verschmelzen und bringt einen großen Unterschied. Es lässt euer Design scheinen und macht den Look perfekt. Der Topcoat Color Therapy* von Sally Hansen neigt jedoch dazu, zu stark zu verschmieren, denn er hat sogar das Gradient verwischt, bei einem feinen Stamping würde er möglicherweise das Design ruinieren.

Jetzt hoffe ich noch auf viele bunte Gradients in der Galerie, und möchte euch noch zu Annika schicken.

In zwei Wochen am 17.04. ist dann Regenbogen Alarm, denn es geht um Holo!


Eure Jasmin
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8 Kommentare

  • Annika Buntlackiert

    Hach, hast du wieder ein tolles Gradient gepinselt! Sehr sehr hübsch 🙂

    3. April 2017 at 9:34 Antworten
  • Laura Lackschaft

    DAB DAB DAAAAAB! Du Gradientkönigin! Meins kommt morgen 🙂

    3. April 2017 at 10:00 Antworten
    • Jasmin

      Hihi, danke dir! Ich freu mich schon auf deins und ich kann mir so ungefähr vorstellen, in welche Richtung es farblich geht 😀

      3. April 2017 at 12:41 Antworten
  • Ramona

    Sehr schön! Alle so dezent und Ton in Ton und dann komm ich wieder daher…

    3. April 2017 at 14:01 Antworten
  • Marina

    Ein toller Beitrag 🙂 Ich hab ja immer mit Gradient zu kämpfen, aber Übung macht den Meister 😀

    3. April 2017 at 22:50 Antworten
    • Jasmin

      Absolut! Wenn ich irgendwann mal bei dir bin, bekommst du eine Privat Stunde 😀

      4. April 2017 at 7:56 Antworten

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